
Luca Pacioli und die doppelte Buchhaltung
Teil I
ПРЕДТЕКСТОВЫЕ УПРАЖНЕНИЯ
1. Текст, который Вам предстоит прочитать, называется “Luca Pacioli und die doppelte Buchhaltung ”. Какой проблеме, судя по названию, должен быть посвящен этот текст? Попытайтесь кратко сформулировать эту проблему по-немецки.
2. Что такое капитал? Дайте свое определение этого понятия. Оно совсем не обязательно должно быть научным. Например: Für mich bedeutet das Kapital viel Geld. Oder: Das Kapital ist einer der Grundbegriffe der Ökonomie usw.
3. Попробуйте перевести следующие слова и словосочетания: Geldkapital, industrielles Kapital, Warenkapital, Handelskapital, Leihkapital, konstantes Kapital, variables Kapital. Потом проверьте их по словарю. После этого попытайтесь по-немецки объяснить, что они означают. Делать это надо, не пользуясь вспомогательными средствами, ведь это пособие для продвинутых, а не для начинающих. Ни в коем случае не пытайтесь сформулировать ваше определение по-русски, а потом перевести на немецкий язык. Это ложный путь.
Luca Pacioli war ein italienischer Mönch und Mathematiker, der um 1500 lebte. Er hat ein Buch geschrieben, das viele Dinge aus der Mathematik und dem Geschäftsleben zusammenfasste. Das Wichtigste darin war die Beschreibung der «doppelten Buchführung».
Die doppelte Buchführung ist eine Methode, um Geschäftsvorgänge aufzuschreiben. Das Besondere daran: Jeder Vorgang wird in zwei Konten eingetragen – einmal als «Soll» und einmal als «Haben». So kann man immer überprüfen, ob die Zahlen stimmen. Wenn alles richtig gebucht ist, müssen Soll und Haben am Ende gleich sein.
Das war damals eine große Hilfe für Kaufleute. Sie konnten damit besser verfolgen, wie ihr Geschäft lief, wo Gewinne und Verluste entstanden und ob alles korrekt abgerechnet wurde. Vorher gab es oft nur einfache Listen oder Notizen, die leicht unübersichtlich wurden.
Pacioli hat diese Methode nicht selbst erfunden – sie wurde schon vorher von italienischen Händlern verwendet. Aber er hat sie als erster ausführlich in einem gedruckten Buch beschrieben. Dadurch verbreitete sich das Wissen in ganz Europa und wurde zum Standard für die Buchhaltung.
Bis heute ist die doppelte Buchführung die Grundlage der modernen Buchhaltung. Auch wenn heute Computer die Arbeit übernehmen, bleibt das Prinzip gleich: Jede Transaktion wird doppelt erfasst, um Klarheit und Kontrolle zu schaffen. Pacioli hat damit einen wichtigen Beitrag geleistet, wie wir Wirtschaft und Finanzen organisieren.
Neben der doppelten Buchführung enthielt Paciolis Werk „Summa de Arithmetica, Geometria, Proportioni et Proportionalita“ auch wegweisende Erkenntnisse zur Mathematik. Er verknüpfte theoretische Arithmetik mit praktischer Anwendung und legte damit den Grundstein für das moderne kaufmännische Rechnen.
Ein besonders faszinierender Aspekt seiner Arbeit war seine Freundschaft mit Leonardo da Vinci. Pacioli lehrte den berühmten Künstler die Mathematik der Perspektive und der Proportionen, während da Vinci die Illustrationen für ein weiteres Werk Paciolis, „De Divina Proportione“, beisteuerte.
Diese Verbindung zeigt, dass Pacioli die Buchhaltung nicht nur als bloßes Auflisten von Zahlen sah, sondern als ein System von Ordnung und Harmonie. Für ihn spiegelte die Ausgewogenheit von Soll und Haben eine göttliche Symmetrie wider. In einer Zeit, in der der Fernhandel durch Seewege immer komplexer und risikoreicher wurde, bot sein System den Händlern die nötige Sicherheit, um Kapitalflüsse über weite Distanzen hinweg zu kontrollieren. Ohne diese mathematische Präzision wäre der Aufstieg der großen Handelshäuser in der Renaissance und später die industrielle Revolution kaum denkbar gewesen.
Paciolis Einfluss reicht bis in die heutige Zeit, in der Wirtschaftsprüfer und Buchhalter weltweit immer noch nach den Prinzipien arbeiten, die er vor über 500 Jahren dokumentierte. Er wird daher zu Recht als „Vater der Buchhaltung“ bezeichnet, da er das Chaos der mittelalterlichen Geschäftsbücher in eine logische, prüfbare und universelle Sprache verwandelte.
ПРОЧИТАТЬ И ПОНЯТЬ
1. Найдите в тексте “Luca Pacioli und die doppelte Buchhaltung” (I) биографические данные человека, которого считают автором современной системы бухгалтерского учета.
2. Какую роль в истории сыграло изобретение параллельного учета?
3. Какую роль играет параллельный учет сегодня?
4. Какая связь существует между Пачоли и Леонардо да Винчи?
АНАЛИЗ И ТРАНСФОРМАЦИЯ
1. Попробуйте, исходя из контекста, догадаться, что означают следующие слова: der Geschäftsvorgang, die Transaktion, der Kapitalfluss, das Handelshaus, der Wirtschaftsprüfer.
2. Что значат das Sollkonto, das Habenkonto? Для лучшего понимания этих понятий даем пояснения: Что значат das Sollkonto, das Habenkonto? Для лучшего понимания этих понятий даем пояснения: der Name „Soll/Haben“ kommt Aus dem Lateinischen: „Debitum“ (was ich schulde) und „Creditum“ (was mir zusteht).
3. Какие слова являются антонимами к словам Ausgaben, Provit, Marktwirtschaft?
4. Найдите синонимы к выражению Pleite machen, к словам Buchhaltung, Haushalt, kalkulieren.
5. Сделайте из сложного предложения маленький рассказ. Он должен состоять из простых предложений (не меньше 5).
Luca Pacioli, der 1445 in Borgo Sansepolcro im oberen Tibertal, später zum Bischofssitz erhoben, geboren wurde und 1514 in Rom verstarb, gilt als derjenige, der die doppelte Buchführung systematisch darlegte; er war der Sohn des Batholomäus und trug den Familiennamen Pacioli (auch Paciuolo), wirkte zuletzt als Professor an der Sapienza in Rom, wohin ihn Papst Leo X. berief.
6. На основании примера составь рассказ о своих приобретениях и расходах за один день, используя имеющуюся лексику.
Stellen wir uns Ihren privaten Haushalt vor, in dem Sie an einem Tag zwei typische Vorgänge erleben: den Einkauf von Lebensmitteln und den Erhalt von Bargeld am Geldautomaten.
Das Prinzip der doppelten Buchführung besagt, dass jeder Betrag auf zwei verschiedenen Konten erfasst wird – einmal im Soll (Mittelverwendung) und einmal im Haben (Mittelherkunft), sodass die Bilanz stets ausgeglichen bleibt.
Wenn Sie am Morgen für 50 Euro Lebensmittel im Supermarkt mit Ihrer Bankkarte bezahlen, buchen Sie diesen Betrag einerseits auf das Konto „Lebensmittelaufwand“ im Soll, da hier ein Wert verbraucht wird, und gleichzeitig auf das Konto „Bank“ im Haben, weil Ihr Guthaben dort sinkt.
Heben Sie später 100 Euro am Automaten ab, um bar bezahlen zu können, findet ein reiner Tausch von Vermögenswerten statt: Das Konto „Kasse“ (Ihr Portemonnaie) erhält 100 Euro im Soll, während das Konto „Bank“ zeitgleich mit 100 Euro im Haben belastet wird.
Am Ende des Tages sehen Sie durch diese zweifache Erfassung nicht nur, wofür Sie Ihr Geld ausgegeben haben (die Aufwandskonten), sondern auch ganz präzise, aus welcher Quelle die Mittel stammten oder wo sich Ihre Bestände verändert haben (die Bestandskonten).
